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Freitag, 3. Mai 2013

Artikel - Der steinige Weg zur Schriftstellerin



Der steinige Weg zur Schriftstellerin
Frankfurt am Main im April 2013

Die Schriftstellerin Susanne Czuba-Konrad regt in allen ihren Büchern zum Nachdenken über zwischenmenschliche Beziehungen an. Besonders setzt sie sich für die Interessen Benachteiligter ein. Sprachlich verdichtet sie und konzentriert sich aufs Wesentliche.

Informationen über Dr. Susanne Czuba-Konrad

Susanne Czuba-Konrad, geb. Konrad, wurde am 14. April 1965 in Bonn geboren und wuchs mit ihren Eltern und ihren beiden jüngeren Brüdern in Dortmund auf. Schon früh interessierte sie das literarische Schreiben, sodass sie sich nach dem Abitur zu einem Germanistikstudium entschloss, zunächst in Konstanz. Doch dann lockte sie die Stadt Frankfurt am Main, nicht zuletzt wegen der Buchmesse und der zahlreichen literarischen Angebote im Studium. 1990 absolvierte sie ihr erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien, an das sie die Promotion über Goethes Roman „Die Wahlverwandtschaften“ anschloss.

Kulturjournalistische Arbeiten

Beziehungskonstellationen und zwischenmenschliche Aspekte haben sie in der Literatur von jeher interessiert. Eine Krankheit im Alter von 30 Jahren - nach erfolgreich abgeschlossenem zweitem Staatsexamen – durchkreuzte die Pläne, weiter wissenschaftlich zu arbeiten und eine Laufbahn im Hochschulbereich anzustreben. Konfrontiert mit der Erfahrung von Lebenswidrigkeiten begann sie sich für die Stärkung von Minderheiten einzusetzen. So engagierte sie sich zunächst für das Kulturprojekt „Unerwünscht – eine Reise wie keine andere.“ Für diese interaktive Ausstellung, in der Besucher in die Haut von Asylbewerbern schlüpften und die Schikanen der Behörden nacherleben konnten, entwickelte sie ein pädagogisches Konzept für die Integration von Flüchtlingen, das unter dem Titel „Grenzüberschreitungen Band II – Integration“ als Buch erschien (Brandes & Apsel, 2000). Das soziale Miteinander interessierte sie auch im eigenen Stadtteil. Sie führte Zeitzeugengespräche mit dem letzten Bürgermeister der Frankfurter Gemeinde Kalbach und verfasste eine Lokal- und Ortsgeschichte, die 2001 ebenfalls bei Brandes & Apsel erschien. In dieser Zeit trat sie eine halbe Stelle bei einem Bildungsträger an.

Literarische Sujets

Trotz zweier Sachbücher gilt Susanne Czuba-Konrads Interesse aber weiterhin dem literarischen Schreiben. Durch ihr interkulturelles Engagement wurde sie auf den „Literaturclub der Frauen aus aller Welt“ aufmerksam, in dem literarische Texte der Mitglieder unter der fachkundigen Leitung eines erfahrenen Lektors diskutiert wurden. Sie begann an ihrem ersten Roman „Camilles Schatten“ zu arbeiten, der das Schicksal der französischen Bildhauerin Camille Claudel mit der heutigen Situation psychisch belasteter Menschen vergleicht. Der plötzliche Tod ihres Mannes und die Geburt ihrer Tochter führten zu einer Unterbrechung ihrer Arbeit, die sie jedoch bald wieder fortsetzte. Der 2005 bei Brandes & Apsel erschienene Roman ist ein Plädoyer für einen würdevollen Umgang mit Krankheit.

Literaturpädagogik

Susanne Czuba-Konrad engagiert sich heute in der Literaturszene und entwickelt Workshops zum kreativen und autobiografischen Schreiben sowie zur Arbeit am Roman. 2007 veröffentlichte sie im Autorenhaus-Verlag (Berlin) den Schreibratgeber „Emotionen. Gefühle literarisch wirkungsvoll einsetzen.“ Der Literaturclub wählte Susanne Czuba-Konrad 2009 zur Vorsitzenden, ein Amt, in dem sie 2013 wieder bestätigt wurde. In dieser Tätigkeit verbindet sich ihr Interesse an Literatur und an Integration. Susanne Czuba-Konrad fördert die literarische Entwicklung der Mitglieder, die überwiegend aus nichtdeutschen Herkunftsländern kommen. Sie unterstützt auch andere kulturbezogene Migrantenorganisationen in Frankfurt wie die Deutsch-Bengalische Gesellschaft e.V. Im Januar 2013 trat sie in den Vorstand der Literaturgesellschaft Hessen e.V. ein, um Nachwuchsautoren zu mehr Resonanz zu verhelfen.

Aktuelles Werk

Mit der Unterstützung durch ihren Partner und mit der Freude an ihrem Kind führt sie ein fast perfektes Zeitmanagement zwischen Familie, Beruf, Ehrenämtern und eigenem Schreiben. Susanne Czuba-Konrads Texte sind autobiografisch geprägt, jedoch formt die Autorin eigenständige kohärente Erzählzusammenhänge, in denen das Erlebte und Erfahrene neu aufbereitet wird. Aber es gibt auch freie fiktionale Entwürfe wie die satirische Erzählung „Rauchen verboten“ (Schweitzerhaus Verlag 2011), zu der sie die Verschärfung der Rauchergesetzgebung inspiriert hatte. 

Im März 2013 erschien nun im selben Verlag der Roman „Traumgespinst“ – ein Beziehungsdrama, in dem wiederum die Frage aufgeworfen wird, inwiefern gesellschaftlich benachteiligte Menschen eine Chance haben können, glücklich zu sein und geliebt zu werden.


weitere Infos zur Autorin: www.traumgespinst.de 

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Gudrun ANders
www.gudrun-anders.de

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